Zeiten des Sturms

Mushu

Das Wasser umhüllte sie mit Wärme und dem wohligen Geruch nach Yasmin.

Sie atmete tief ein und liess ihren Kopf in das Wasser sinken während ihr Geist durch all die Eindrücke des letzten Tages glitt.

Mushu.

Wie unbeschreiblich schön es gewesen war ihn zu sehen als sein wargischer Wächter sie in sein Hotelzimmer geführt hatte. Ihr Herz war so übergelaufen dass sie ihn sehen, berühren und mit ihm reden konnte, dass es eine Weile gedauert hatte bis sie sich so beruhigt hatte dass sie sich unterhalten konnten.

Und wie wunderbar es gewesen war in ihrer Heimatsprache einige Worte zu wechseln, seine Augen mit dem altbekannten schelmischen Glitzern funkeln zu sehen und ihn in seiner durchaus berechtigten Selbstsicherheit reden zu hören die ihr gegenüber immer durchzogen war mit Wärme und Zuneigung.

Sie hatte in der Schule nie verstanden warum er sie damals angesprochen hatte, der hohe höchst intelligente Sprössling einer der einflussreichsten Familien der Portalgilde, dachte sie damals es wäre wie bei den Anderen Boshaftigkeit der Auslöser gewesen. Doch nie hatte er ein böses Wort zu ihr gesagt, nie ihr etwas befohlen obwohl sein Rang schon damals unerreichbar für sie war. Im Gegenteil, er gab ihr Wärme wo sonst nur Kälte und Spott, Freude und Vergnügen bei ihren Spielen und Gesprächen, Unterstützung bei ihren Problemen und Stabilität wenn sie es am nötigsten brauchte.

Nie würde sie vergessen wie seine kleine Hand unermüdlich durch ihr Haar strich als sie so bitterlich weinte und er ihr trotz ihrer Schwäche kein Mitleid sondern Wärme schenkte.

Sie hatte zu Beginn ihrer Freundschaft oft überlegt, was ihn damals dazu gebracht hatte ausgerechnet sie an zu sprechen, ihn der so hoch über all den anderen Schülern schwebte dass sie ihn mieden. 

Doch bald schon vergass sie dererlei Fragen und genoss es sehr zum ersten Mal in ihrem Leben ein Wesen Freund zu nennen.

Sie tauchte auf und öffnete ihre Augen.

Das Hotelzimmer, im Stile ihrer Heimat gehalten war ein Kunstwerk für ihre Augen.

Sie wusste auch dieses Geschenk zu schätzen. Er hätte in jedem Haus der Stadt einkehren können, doch er schenkte ihr eine Woche in einem Haus dieser Preisklasse im zhoujiangischem Stil gebaut. Sie lächelte. Er würde sie immer durchschauen, auch wenn sie eine halbe Welt entfernt war wusste er wie sie sich fühlte.

Und was war es für ein Fest die vertrauten Gerüche und Formen ihrer Heimat um sich zu haben.

Auch wenn die Kunstfertigkeit und Schönheit der seealbischen Bauten bewundernswert waren so waren sie nicht vergleichbar mit der Kunst in Zhoujiang. Zu unterschiedlich waren beider Kulturen.

Ein tiefes Einatmen.

Das ausgerechnet Kintaris abstruse Idee sich als richtig erwiesen hatte.

Sie atmete vorsichtig im Wasser aus und beobachtete die Blasen und ihr Schimmern bevor sie zerplatzten.

Er würde nie aufhören ihr das vor die Nase zu halten.

Sie stöhnte. Als wäre Kintari manchmal nicht so schon sehr anstrengend. Einen Kintari mit Oberwasser würde sie sicher alle ins Verderben stürzen.

Sie lächelte.  Dann würde sie es ertragen. Kintari so jung er war wurde von solch grausamen Schicksal erfüllt. Sie würde mit Freude eine Ewigkeit seine Späße ertragen wenn es bedeuten würde dass er mehr Lachen würde und seine Schulter leichter wären.

Sie liebte den Schalk in seinen Augen und seine Grübchen wenn er lächelte. Er könnte es gerne häufiger tun.

Ihr Lächeln wurde breiter.

Sie hatte gewusst, dass sich Mushu und Kintari verstehen würden. Auch wenn Kintari ihn nicht niedlich hätte nennen sollen. Obwohl es Mushu definitiv amüsiert hatte würde Kintari sich umschauen wenn er dies zurück bekommen würde. Woran sie wenig Zweifel hatte aber es sie auch nicht sorgte. Besorgniserregender war Mushus Blick gewesen als ihr heraus gerutscht worden war dass sie Kintari nicht hatte verlassen können als er ihr so weh getan hatte.

Sie hoffte dass sie Mushu deutlich genug gemacht hatte dass Kintari damals nicht ganz er selbst gewesen war zeigte er ihr gegenüber mittlerweile seine sanfte Seite und bot ihr wenn sie schwach war seine starke Schulter. Sie freute sich darauf ihn sich weiter entwickeln zu sehen. Sie konnte sehen wie gross sein Herz und wie stark seine Seele war und falls die Götter ihnen gewogen waren würde er sich entfalten können und dann nicht mwhr auf zu halten sein.

Sie für ihren Teil würde an seiner Seite stehen und alles dafür tun dass es sich so entwickelte.

 

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natricislibri SuYi

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