Zeiten des Sturms

Das Jetzt und Hier

SuYi lauschte entspannt dem regelmäßigen Herzschlag unter ihrem Ohr und streckte ihren Rücken wohlig der Hand die sie streichelte entgegen.

War dieses warme Gefühl in ihrer Brust Glück? 

Sie liess sich hinein fallen und brachte es tief hinunter in sich in den geschützten Raum wo es neben all der anderen Erinnerungen einen festen Platz in dem Bereich bekam den Marran einnahm und der stetig wuchs und ihr Kraft verlieh. 

Wie schön es gewesen war trotz der furchtbaren Umstände alle wieder zu sehen.

Pandais Haare beim Flechten zu spüren, ihr dankbares Lächeln hatte ihr Herz erwärmt und besaß seinen eigenen Platz hier unten. 

Vildaus ruhige Stimme die sie leitete, ihr immer aufs Neue Ruhe und Kraft schenkte und ihr Vertrauen in Anios Macht stärkte.

Der Blickwechsel zwischen Lucaita und Ronau der ihr Herz erwärmte und ihr Hoffnung gab dass trotz der Widrigkeiten des Lebens und der Verluste doch die Liebe die stärkste verbindende Kraft war.

Auch wenn neben all den Gefahren die auf ihrem Weg lauerte der Kampf gegen die Korsaren der dringlichste aktuelle war, so vertraute sie darauf dass die Seealben es so sie denn zusammenstanden bewältigen würden.

Auch wenn der Gegner scheinbar geleitet war von bösen Geistern und dem diffusen Gefühl von Horror, der tiefe Angst in den Herzen der tapferen Krieger sääte und ihren Kampfesgeist anging.

Sie hatte gesehen dass es Vertrauen und Zuwendung war die ihnen Kraft gab sich zu besinnen und ihre Sicheln wieder gegen neue Herausforderungen zu heben.

Gab es ein größeres Zeichen für das Wirken der Götter?

Sie bezweifelte es während sie sich wohlig in den starken Armen streckte.

Auch wenn ihre Geschichte eine traurige war würde sie das Traurige ausblenden und jeden Moment seines kurzen Lebens so die Götter ihr gewährten es bei ihm zu verbringen und sie die vor ihnen liegenden Kämpfe überstehen würden genießen und leben. Das danach interessierte sie nicht und möchte sie nicht daran denken.

Er war ein Geschenk für sie, jemand der ihr Herz mit nur einem Grinsen zum Beben bringen konnte und dessen Blick ihr Kraft und Sicherheit gab.

Wie konnte sie dieses Geschenk nicht in ihre Arme schließen und genießen? Ihm nicht ihre Zuneigung ausdrücken und ihm eine Stütze sein wie er es für sie war? Sie war glücklich hier zwischen ihm und ihren Gefährten. Ihr Herz so leicht trotz der Grauen um sie herum, ihre Hoffnung so groß und das Lächeln so leicht.

Wer weiss schon was der Morgen bringt? Jetzt und hier war der Moment der zählte. Und sie würden jeden dieser Momente an seiner Seite genießen, egal wie viel Zeit ihnen blieb. 

 

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natricislibri SuYi

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